Ein ganz herzliches Dankeschön an die Autorin Sophia Como, die mir dieses wundervolle signierte Exemplar von ihrem „Wie Stimmen im Wind“ zur Rezension zugeschickt hat! Die Leserunde war absolut spitze und es hat richtig Spaß gemacht sich über die verschiedenen Fragen zu unterhalten!

Der Plot

Scott Collister weiß nicht, welches Geheimnis sich hinter dem verschlossenen Mädchen verbirgt, das er verletzt und völlig alleine im Wald aufgegabelt hat. Und Giulia selbst scheint über seine Hilfe auch nicht gerade erfreut zu sein. Eine Nacht, schwört sie sich. Nur eine Nacht würde sie bei den Collisters verbringen, dann wolle sie ihre Flucht fortsetzen. Doch aus einer Nacht werden schnell mehrere Monate und Giulia findet sich in dem kleinen Cottage der Farm allmählich ein. Und obwohl sie aus ihrer Vergangenheit gelernt hat, niemals wieder einem Mann vertrauen zu können, gewährt sie Scott immer mehr Einblicke in ihr Inneres und hegt dabei bereits nach kurzer Zeit deutlich stärkere Gefühle für ihn. Doch diese Gefühle erinnern sie schon bald an den Schrecken verflossener Tage und lassen ihren Fluchtinstinkt wieder aufblühen. Zu groß ist einfach das Risiko … (© Klappentext, Wie Stimmen im Wind, Sophia Como, bei Loveleybooks.de)

Rezension „Frischer Wind für die Liebe“

Wow, für dieses Buch habe ich einfach einmal doppelt so lange zum Lesen gebraucht, wie für gewöhnlich – und das lag nicht daran, dass ich so wenig Zeit hatte. Erst recht nicht daran, dass es schlecht wäre. Im Gegenteil! Sophia Comos neustes Werk ist eine wirklich wunderschöne, sanfte Liebesgeschichte mit einem Hauch Drama und viel frischer Luft!

Wir lesen die Geschichte aus drei unterschiedlichen Sichtweisen: Giulia, Scott und Onkel Harvey. Der Schreibstil ist dabei dem jeweiligen Charakter angepasst und es wird auf die Dinge eingegangen auf die er/ sie achtet. Zudem tauchen wir tief in die Gedankenwelt ein und kommen offenen und unterbewussten Gefühlen hautnah. Nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch die einzelnen Szenen haben viel Tiefgang. Der Hauptaspekt des Geschehens ist nicht das, was passiert, sondern die hohe Beschreibungs- Qualität, in der es passiert. Der Fokus liegt ganz klar auf den Menschen, ihren Empfindungen und zwischenmenschlichen Entwicklungen. Die Autorin gibt ihnen Zeit. Und das macht es echt und natürlich.

Zur Ruhe kommen

Dabei strahlt dieses Werk bis in jedes einzelne Wort jeder Zeile aus: Lehn dich zurück und genieß die langen warmen Sommertage in der Natur. Es ist, als ob ich zusammen mit Giulia zur Ruhe komme. Zuvor war sie ja auf der Flucht vor Ihm, im Herzen irgendwie immer noch. Aber schließlich wird die Farm und deren Bewohner so etwas wie ein sicherer Anker für sie. Damit wird aus einem kleinen Zwischenstop eine Vielzahl an Monaten.

Genau diese lange Zeit der Ruhe und des bei sich selbst ankommens ist für mich als Leserin authentisch spürbar. Der Alltag wird hell und lebendig. Wir befinden uns auf einer kleinen Farm, weit draußen auf dem Land. Dort gibt es alles, was das Land-Herz begehrt: Unzählige riesige Weiden und Grünflächen, kleine Badeseen, das Haupthaus mit der gemütlichen Stube wo sich alle zum Essen versammeln, die Ställe mit Pferden, eine Koppel und weit draußen noch die Rinder.Tiefer im Wald etwas Abseits vom Farmhaus belebt Giulia ein kleines Cottage. Für mich hatte dieses Cottage eine sehr romantische Ausstrahlung.

Farmleben

Natürlich gibt es auf der Farm auch jede Menge zu tun! Die Tiere wollen versorgt werden, Holz gehackt, Besorgungen erledigt, der Garten gepflegt und Haus und Wiese in Stand gehalten werden. Und so begleiten wir die Charaktere durch ihr Tageswerk, gesprenkelt mit den zarten Momenten des sich näherkommens. Die sich langsam entwickelnde Beziehungen zwischen allen, die auf der Farm leben, vor allem zwischen Giulia und Scott, ist für mich wie eine alles begleitende Melodie.

Teilweise habe ich mich gefragt, ob es nicht irgendwann langweilig oder einsam wird, alleine dort draußen auf der Farm. Aber die Freundschaft, Liebe und Familie – das füreinander da sein macht das unmöglich! In „Wie Stimmen im Wind“ treffen wir auf eine Vielzahl „echter“ Charaktere, die alle einfach eine Marke für sich sind. Sie haben Charakter.

Da ist nicht nur Giulia, die obwohl sie innerlich noch mit ihrem Trauma zu kämpfen hat, mutig und selbstbestimmt ihren Weg geht – einfach eine starke Frau wird. Eine ihrer Stärken ist auch ihre hohe Einfühlsamkeit. Hier trifft sie sich mit Scott, der nicht das Ebenbild des Mann – Klischees ist, sondern eine sehr weiche und auch verletzliche Seite zeigt (mir manchmal im Laufe der Geschichte zu weich), jedoch durchweg hilfsbereit agiert und alles für seine Familie tun würde.

Wirklich warm ums Herz wurde mir bei der kleinen Schwester, der fröhlichen Bonnie und Ruby, der Oma von allen. Und dann gibt es noch Harvey, Scotts Onkel. Ihn und Scott verbinden so ganz eigene Themen, die wir im Laufe der Geschiche noch genauer kennenlernen dürfen. Dabei ist Harvey einer jener Charaktere, die es schaffen, mich so richtig zu überraschen. Am Anfang wirkt er auf mich wie ein knurriger alter Mann, doch je genauer ich ihn kennen lerne, je edler kommen mir seine Motive vor und je mehr spürt man, dass auch er ein Herz hat.

Rezenison Sophia Como Wie Stimmen im Wind

Perfekte Lektüre für den Tag im Grünen um mal vom stressigen Medienhype zur Ruhe zu kommen!

Fazit

Wer sanfte und ruhige Liebesgeschichten mit viel emotionalen Tiefgang und detaillierten Beschreibungen mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Außerdem ein toller Tipp für Pferdeliebhaber. An manchen Stellen wirkt der Roman durch vergangene Ereignisse etwas düster, doch vergessen wir nicht: Dies ist die Geschichte eines Neubeginns!

Sprung ins Buch

„Durch die hohen Bäume am Wegesrand, die sich sachte im Wind über den Weg lehnten und somit Schatten boten, konnte Giulia das Zwitschern und Schreien der Vögel hören. Ab und zu viel ein bisschen Sonnenschein auf ihre gebräunten Wangen und sie streckten den Hals zur Sonne. „(Zitat, Start S. 7)

© Rezension bei Miaslesezeilen.de

Darum von Team Mia:

Die Autorin Sophia Como:

Sophia Como wurde 1996 in der Nähe von Frankfurt am Main geboren, wo sie zudem auch aufwuchs und heute immer noch lebt. Schon im Kindesalter begann sie zu schreiben und verlor sich in den Geschichten ihrer damaligen Lieblingsautoren: Astrid Lindgren, Cornelia Funke und Mary Pope Osborne. Neben der Vorliebe für Bücher und Geschichten war sie als Kind auch musikalisch tätigt, spielte Geige, Gitarre sowie Klavier, und absolvierte neben der Schule noch eine Schauspiel-, Gesangs- und Tanzausbildung.

Der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, war schon immer ziemlich groß, weswegen sie 2017 die Entscheidung fällte, ihren Debütroman selbst zu veröffentlichen. Mittlerweile kann sie die Finger kaum mehr still halten, schreibt sich täglich neue Ideen auf und ist leidenschaftliche Autorin.

Neben dem Schreiben, was sie als Hobby betreibt, arbeitet sie Vollzeit in einer Bank und genießt an freien Tagen einen langen Ausritt mit ihrem  Pferd Lexus.

Das Buch:

Autorin: Sophia Como #  Verlag: 26/ Twenty Six (selfpublisher) # Seiten: 424 # ISBN: 9 – 783740- 752330 # dt. Erscheinungsjahr: Juni 2019

Hat dir meine Rezension zu Wie Stimmen im Wind von Sophia Como gefallen? Kennst du das Werk schon? Wie hättest du an Giulias Stelle reagiert auf die Farmeinladung? Und was hättest du von der Familie dort gehalten? Und wie stehts mit dem ersten Kuss?