Folgend auf meinen letzten Beitrag habe ich diesmal ein paar Tipps zusammengestellt, wie die Katze und du entspannt und stressfrei zum Tierarzt kommen!

Tipps und Tricks um Miezi zu überzeugen

Der Frühling ist da/ Miezi ist krank/ Die nächste Impfe steht an/ …die Gründe können vielfältig sein, das Problem ist dasselbe: Wie bekomme ich meine Katze zum Tierarzt? Denn unser schlaues Samtpfötchen hat den anstehenden Besuch schon Meilen gegen den Wind gerochen und ist bestes vorbereitet – und zwar auf die Flucht! Wie gelingt es uns also, unsere geliebten Vierbeiner trotzdem liebevoll konsequent auf die Reise vorzubereiten?

Hier findet ihr 10 Tipps, wie ihr eure Katze überzeugen könnt, dass ein kleiner Besuch zum Tierarzt vielleicht doch gar nicht so schlimm ist.

1. Ruhe ausstrahlen

Heute ist ein Tag, wie alle anderen auch! Katzen sind äußerst sensibel und spüren unsere Stimmungen. Bleiben wir entspannt, bleibt unsere Fellnase es auch eher. Also: Sprich mit beruhigender Stimme, setz dich selbst nicht zu sehr unter Druck, dass es sofort klappen muss, sehe es als etwas Normales und Alltägliches an, vielleicht vermittelst du eher den Eindruck eines Spiels?

2. Den Korb bereits vorher aufstellen

Natürlich sieht unsere Katze was auf sie zukommt, wenn wir den Korb erst herausholen, wenns soweit ist – sie hats schließlich schon oft genug erlebt (Kitten bilden hier die Ausnahme, hier kann man von Anfang an ein gutes Fundament für Arztbesuche zu legen versuchen).

Dafür ist es wichtig, ihr den Korb bereits vorher schmackhaft zu machen. Ein paar Tage eher in den Raum stellen, mit gemütlichen Decken ausstatten, ab und zu mal ein paar Leckerchen in der Nähe verstreuen oder darin platzieren – nicht jedesmal muss ein Besuch anstehen, wenn der Korb auftaucht. Und vielleicht findet sie ja sogar gefallen an der neuen kleinen Höhle.

3. Flexi- Termine

Viele Tierärzt*innen haben mittlerweile Verständnis für unsere eigenwilligen Mitbewohner. So kann es hilfreich sein sie vorzuwarnen und vielleicht keinen direkten Termin, sondern einen möglichen Zeitraum „von bis“ zu vereinbaren. Das bringt dem Tierarzt Entspannung in seinen Terminplan wenn wir nicht zur vereinbarten Zeit dort sind und hilft uns relaxt zu bleiben, wenn sonst schon ein zu spät kommen drohen würde.

Außerdem vermeidet dies den Stress, dass die Katze sehr viel eher eingefangen werden muss (bei besonders hartnäckigen Fällen) weil man sich dafür einfach so viel Zeit einplant hat und es dann doch, oh Wunder, eher geklappt hat. So wird die Wartezeit minimiert.

4. Freigängern das Drinnen bleiben versüßen

Vorweg- nicht alle Katzen sind Freigänger oder bestehen auf ihren täglichen Ausflug ins Grüne (Thor beispielsweise genießt auch gern einfach einen ganzen Tag im Bett, hier kann man ihn auch zum Tierarztbesuch, wenn er vorher nichts gewittert hat gut „wegpflücken“). Einige aber schon.

Für diejenigen, denen die Revier-Streife so tief am Katzenherz liegt, ist ein „heute nicht“ weil Frauchens/Herrchens Arbeitsplan – Tierarztzeit es nicht anders zulassen, natürlich besonders hart. Mia beispielsweise schleicht beinahe jeden Morgen nach draußen um bis mindestens Mittags ihre Runde zu drehen. Nun möchten wir selbstverständlich nicht, dass Miezi noch auf Streifzug ist, wenn der Termin ansteht.

Die logische Konsequenz (für alle Katzen die nicht so ganz zuverlässig erscheinen, wenn sie draußen gerufen werden – Mia hat hier schon eine hohe Trefferquote und kommt meist zumindestens hallo sagen wenn ihre Menschen draußen rumlaufen, aber eben nicht immer) – drinnen bleiben.

Das wird der Katze beispielsweise durch ein besonders leckeres Frühstück – mit etwas Katzenmilch im Bäuchlein wird vielleicht doch eher lieber ein Nickerchen gehalten- und mehr Spielrunden erleichtert.

5. Fluchträume minimieren

Klar ist es schön, die Katze einfach auf den Arm zu nehmen und in den Korb zu setzen oder mit Leckerchen bereits vorher in den Korb gelockt zu haben. Manchmal spüren sie aber dann doch diesen Moment in dems Losgeht und ergreifen die Flucht in ihre äußerst Einfallsreichen Verstecke.

Die Wohnung auseinander zu nehmen ist weder für die Katze, noch für uns hilfreich und macht allen nur unnötig Stress, belastet das Vertrauensverhältnis zu unserer Katze – schließlich wird ihr eigentlich vertrauter Mensch auf einmal zu einem gemeinen Fänger. Darum bietet es sich an, auch hier vorzuplanen.

Wähle einen Raum aus, der nicht viele Versteckmöglichkeiten bietet (das sollte auch der Raum sein, in dem der Korb am Besten schon Tagelang steht). Bereite schon vorher den Raum so vor, dass du alle Stellen im Raum gut erreichen kannst. Verabrede dich mit deiner Katze in diesem Raum, vielleicht liegt sie bereits dort, weil sie sowieso viel Zeit dort verbringt, vielleicht helfen auch hier Leckerchen. Verschließe die Türen besonders gut. Und: Viel Glück!

6. Katzengriff

Beherzt und Bestimmt in den Nacken greifen, die andere Hand unterm Po sichern. Der Nackengriff erinnert die Katze an Kittenzeiten, als sie von Mama durch die Gegend getragen wurde. Und auch wer diesen Griff nicht mag: Wichtig ist es, Selbstvertrauen auszustrahlen. Wenn Miezi tatzt dann ist das so – aber durch Zimperlichkeit werden wir sie nicht aufhalten.

7. Beruhigen

Für unsere Katze ist es wichtig, sie auch, wenn sie einmal im Korb ist zu beruhigen. Signalisiere ihr, dass du für sie da bist, sprich mit ihr. Mia und Thor hilft es übrigens auch sehr, den Korb nach Möglichkeit so zu stellen, dass sie einander und mich im Blick haben können.

8. Sei für deine Katze da!

Auch beim Tierarzt angekommen ist es ganz wichtig, weiter für deine Katze da zu bleiben. Halte Körperkontakt, unterstütze Neugierde – du weißt sicher am Besten ob deine Samtpfote lieber von dir aus dem Korb geholt wird oder selber hinaus gehen möchte. Diese Kleinigkeiten geben Miezi doch etwas Sicherheit. Manche Katzen lassen sich auch hier stets mit Leckerchen beruhigen.

9. Nerven behalten

Auch wenn einiges nicht so funktioniert wie gedacht ist es wirklich ganz ganz wichtig, dass du selbst die Nerven behältst. Wut oder Hysterie hilft bei der Tierarztreise nicht weiter und wird nur das Vertrauensverhältnis zwischen dir und deiner Katze belasten. Also – bleib stark, auch wenns vielleicht die tolle Vase getroffen hat, deine Katze wirds dir danken.

10. Ausgiebig Belohnen

Endlich ist es geschafft! Du und deine Katze atmen auf, ihr seid wieder sicher zu Hause angekommen.

Jetzt ist es wichtig, den Vierbeiner wieder im eigenen Heim ankommen zu lassen. Katzen sind hier unterschiedlich, die einen wollen Ruhe, die anderen ausgiebige Streicheleinheiten, etc. Spür genau hin, was deine Katze braucht.

Thor beispielsweise möchte gerne eine Zeit lang „einfach in Ruhe“ gelassen werden um sich von der Reise zu erholen. Er verlässt dann nach einiger Zeit den Korb und ruht sich in einer Stillen Ecke irgendwo aus, wo er nicht gestört werden will. Wenn er es für die richtige Zeit hält, kommt er dann von sich aus wieder auf uns zu. Mia dagegen ist froh frei zu sein und stürmt nur so aus dem Korb, je eher je besser, am liebsten noch vor der Haustür und nimmt gierig und freudig Leckerchen entgegen.

Du hast noch weitere spezielle Fragen? Dann ruf am besten direkt bei deinem Tierarzt an! Weitere wichtige Tipps und um Katzen findest du auch in diversen Katzenforen. Mein Liebling: Die Netzkatzen

Wie haben dir meine 10 Tipps um die Katze zum Tierarzt zu bringen gefallen? Hast du vielleicht auch noch ein paar Ideen? Schreib mir gerne in die Kommis!