Das Exemplar zur Rezension I Alles was ich weiß über die Liebe von Dolly Alderton wurde mir freundlicherweise durch das vorablesen.deTeam zur Verfügung gestellt. Danke!

Der Plot

Alles über schlechte Dates und echte Freundschaften

Ein warmes und witziges Memoir über das Erwachsenwerden und alle Lektionen, die man dabei lernt: Dolly Alderton, Shootingstar der englischen Literatur, weiß wirklich alles über desaströse Dates, chaotische Nächte und falsche Entscheidungen. Sie weiß, wie es ist, wenn einem das Herz gebrochen wird – aber auch, wie man es flickt. Denn vor allem erzählt Dolly so brutal ehrlich wie unfassbar komisch vom großen Glück der Freundschaften, die fürs Leben sind und nicht nur Lückenfüller zwischen Liebhabern. (© Klappentext)

Rezenison „Meine Kostbarste Liebesgeschichte“

„Alles was ich weiß über die Liebe“ ist die mitreißende Lebensgeschichte einer Reise ins Erwachsen – werden durch Teenager- und Studienjahre hin zu sich selbst und dem unschätzbaren Wert wahrer Freundschaften, die gemeinsam durch dick und dünn gehen.

Es macht Spaß dieses Buch zu lesen und ich durfte dabei viel lachen. Von den ersten Zeilen an wurde ich Seite für Seite in einen neugierigen Sog aus frischen Anekdoten und kleinen wie großen Alltagsgeschichten gezogen.

Dolly schreibt gefühlvoll, witzig, tiefgründig, beschwinglich, lebendig, nachdenklich, scharfsinnig, offen, freiherzig, dankbar, humorvoll narzisstisch, reflektiert, mitfühlend, einfach charakterstark mit einem Spotlight auf das Leben in all seinen schillernden Farcetten und Formen.

„Das Leben ist schwierig, brutal, traurig, unsinnig, irrational“, „Das Leben ist wundervoll, faszinierend, magisch, lustig, albern.“ – Beides entstammt aus Dollys Feder.

Und über beides teilt sie viele persönliche Erlebnisse mit uns als ihren Leser*innen. Besonders interessant fand ich die Entwicklung, wie ihre Freundschaften und ihre Selbsterkenntnis ihr geholfen haben, einen Weg zu sich selber zu finden, die Leere im Inneren zu füllen und ihren Besten Freundinnen durch dunkle Stunden zu helfen.

Aus so vielen ihrer Worte spricht die tiefe verbindende Freundschaft und oft dachte ich „ja, das stimmt, Freundschaft ist Liebe“. Sie erinnert uns daran, dass Liebe nicht nur im erotische-romantischen Spektrum stattfindet, sondern uns durch das ganze Leben begleitet, jeden Tag. Zu uns selbst, zu unseren Freunden und Freundinnen, zu unseren Familien und in unserer Partnerschaft.

Den Aufbau des Buches fand ich am Anfang etwas verwirrend. So finde ich mich mal in der Jungendzeit, mal in einer späteren Mail wieder, und dann zwischendurch kreuzt ein Kochrezept meine Seitenwege. Dennoch fühlt man beim Lesen eine Art roten Faden, der zum End hin immer deutlicher wird. Ich finde es gut, dass Dolly nicht nur über schöne Themen schreibt, sondern vor allem echt bleibt. An vielen Stellen musste ich schmunzeln und über meine eigenen Gefühle und Freundschaften nachdenken, manchmal hätte ich dem Text so gerne etwas geantwortet oder weitere Fragen gestellt!

Ein Zusatzleckerchen stellen übrigens viele kleine Zwischenkapitel dar, in denen Rezepte, Party- Einladungen und Tipplisten zusammengestellt sind. Vor allem die Hochzeitseinladung war einfach genial geschrieben, ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus.

Fazit

Auch wenn das Cover mich so gar nicht angsprochen hat (die Farben beißen mir einfach im Auge) – der Inhalt ist ganz große Klasse und absolut lesenswert! Ein ganz besonderer Tipp für (uns) 90iger Jahre Kinder!

Sprung ins Buch:

Alles, was ich als Teenager über die Liebe wusste

Eine Beziehung zu haben, ist das wichtigste und aufregendste überhaupt. Hast du als Erwachsener keine, dann hast du versagt, wie so viele meiner Kunstlehrerinnen, die ein „Miss“ statt einem „Mrs“ vor dem Namen tragen und Ethnoschmuck und krauses Haar. Es ist wichtig …[…] Wenn ich endlich einen Freund habe, wird so gut wie nichts anderes mehr wichtig sein.“ (Start S.7 aus „alles was ich weiß über die liebe“)

© Rezension zu "Alles was ich weiß über die Liebe von Dolly Alderton" bei Miaslesezeilen.de

Darum von Team Mia

Die Autorin Dolly Alderton

Dolly Alderton, geboren 1988, ist eine preisgekrönte Journalistin, die unter anderem für die Sunday Times, den Daily Telegraph, GQ und Marie Claire schreibt. Sie moderiert außerdem dn wöchentlichen Podcast „The Hight Low Show“ und arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin. Ihr erstes Buch „Alles, was ich weiß über die Liebe“ wurde in England sogleich zu einem Bestseller

Frederike Achilles (Übersetzung):geboren 1978, studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und Kunstgeschichte in Marburg und Köln. Von 2007 bis 2016 war sie Lektorin in verschiedenen Publikumsverlagen; inzwischen lebt und arbeitet sie als freie Übersetzerin und Lektorin.

Zum Buch:

Autorin: Dolly Alderton # Titel der Originalausgabe: „Everything I know about love“ (2018) # Verlag: Kiepenheuer und Witsch # Seiten: 331 # ISBN: 978-3-462-05195-7 # dt. Erscheinungsjahr 2019 # Übersetzung: Frederike Achilles

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